Präventionskampagne: Köln steht bei Rot
Die Unfallanalyse brachte es ans Licht:
Steigende Verkehrsunfälle aufgrund von Rotlichtmissachtung!
Die Gründe sind vielfältig: Fußgänger und Radfahrer queren die Fahrbahn bei „Rot“, um ihren Weg ungehindert fortsetzen zu können, weil sie „ihre“ Bahn oder „ihren“ Bus bekommen wollen. Manche Verkehrsteilnehmer hören Musik oder gucken auf ihr Handy und bekommen so kaum etwas von ihrer Umgebung mit. Manchmal sind es auch die Kraftfahrzeugführer, die führen verkehrswidrige U-Turns o. ä. durchführen.
Die Unfallkommission aus Köln, bestehend aus Vertretern der Polizei, Stadt und dem Verkehrsunternehmen KVB wollte, die steigende Statistik nicht einfach nur zur Kenntnis nehmen, sie wollten aktiv werden. Aber wie? Es gibt schon so viele Präventionsmaßnahmen: Piktogramme, Drängelgitter, Mauerversätze, Schranken, in Boden eingelassene Lichtleisten und und und. Offensichtlich kann menschliches Fehlverhalten mit Vernunft und Technik alleine nicht vermieden werden. Eine gute Idee hatten dann Mitarbeitende der KVB: Lasst doch die Ampelmännchen lebendig werden! Pantominen als rote und grüne Ampelfrauen und Männer sollen freundlich und lebendig mit einem Augenzwinkern den menschlichen Schwächen begegnen.
Gesagt, getan? Nein, so schnell ging es nicht. Einige kritische Stimmen gab es schon. Los ging es mit Aktionen an den Unfallschwerpunkten in allen 10 Stadtbezirken von Köln. Die roten oder grünen Ampelfrauen und Männer machten die Verkehrssünder pantomimisch auf ihren Fehler aufmerksam. Mit dabei auch immer die Polizei. Die Passanten nahmen die Sanktionierung guter Stimmung und einsichtig auf.
Die Aktion „Ich verpfeife dich“ richtete sich die Grundschulkinder. Ausgerüstet mit Warnweste und Trillerpfeife, begleitet von Vertretern und Vertreterinnen der Polizei, der Stadt Köln und der Schulleitung gingen sie los in Richtung Haltestelle. Dort wurden Rotlichtsünder mit einem kräftigen Pfiff auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht.
Damit aber nicht genug. Es folgten noch „Einblicke – Ausblicke – Fahrerkabine“. Hier bekamen erwachsene Menschen einen Eindruck aus Sicht des Fahrenden. Bei Seniorentrainings wurde das Thema ebenfalls in den Fokus gerückt.
Handzettel wurden verteilt und Jugendliche aufgefordert, ihren eigenen Film zum Thema „Köln steht bei Rot“ zu drehen. Facebook, Newsletter und Internet wurden genutzt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.
Mit Erfolg! Die Unfallursache „Rotlicht“ ging um 21 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Das prima Publikum wurde ebenfalls Zeuge der aktiven Ampelfrauen und -männer. Sehr lebhaft wurde eine typische Szene dargestellt, der „Verkehrssünder“ per Trillerpfeife ausgepfiffen. So manch ein Zuschauer fühlte sich ertappt, ein bisschen „Rotlichtsünder“ steckt scheinbar in jedem ….
BSAG
/in Prima Wettbewerb 2017KVB – Sieger 2016!
/in Prima Wettbewerb 2016Präventionskampagne: Köln steht bei Rot
Steigende Verkehrsunfälle aufgrund von Rotlichtmissachtung!
Die Gründe sind vielfältig: Fußgänger und Radfahrer queren die Fahrbahn bei „Rot“, um ihren Weg ungehindert fortsetzen zu können, weil sie „ihre“ Bahn oder „ihren“ Bus bekommen wollen. Manche Verkehrsteilnehmer hören Musik oder gucken auf ihr Handy und bekommen so kaum etwas von ihrer Umgebung mit. Manchmal sind es auch die Kraftfahrzeugführer, die führen verkehrswidrige U-Turns o. ä. durchführen.
Die Unfallkommission aus Köln, bestehend aus Vertretern der Polizei, Stadt und dem Verkehrsunternehmen KVB wollte, die steigende Statistik nicht einfach nur zur Kenntnis nehmen, sie wollten aktiv werden. Aber wie? Es gibt schon so viele Präventionsmaßnahmen: Piktogramme, Drängelgitter, Mauerversätze, Schranken, in Boden eingelassene Lichtleisten und und und. Offensichtlich kann menschliches Fehlverhalten mit Vernunft und Technik alleine nicht vermieden werden. Eine gute Idee hatten dann Mitarbeitende der KVB: Lasst doch die Ampelmännchen lebendig werden! Pantominen als rote und grüne Ampelfrauen und Männer sollen freundlich und lebendig mit einem Augenzwinkern den menschlichen Schwächen begegnen.
Die Aktion „Ich verpfeife dich“ richtete sich die Grundschulkinder. Ausgerüstet mit Warnweste und Trillerpfeife, begleitet von Vertretern und Vertreterinnen der Polizei, der Stadt Köln und der Schulleitung gingen sie los in Richtung Haltestelle. Dort wurden Rotlichtsünder mit einem kräftigen Pfiff auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht.
Damit aber nicht genug. Es folgten noch „Einblicke – Ausblicke – Fahrerkabine“. Hier bekamen erwachsene Menschen einen Eindruck aus Sicht des Fahrenden. Bei Seniorentrainings wurde das Thema ebenfalls in den Fokus gerückt.
Handzettel wurden verteilt und Jugendliche aufgefordert, ihren eigenen Film zum Thema „Köln steht bei Rot“ zu drehen. Facebook, Newsletter und Internet wurden genutzt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.
Mit Erfolg! Die Unfallursache „Rotlicht“ ging um 21 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Das prima Publikum wurde ebenfalls Zeuge der aktiven Ampelfrauen und -männer. Sehr lebhaft wurde eine typische Szene dargestellt, der „Verkehrssünder“ per Trillerpfeife ausgepfiffen. So manch ein Zuschauer fühlte sich ertappt, ein bisschen „Rotlichtsünder“ steckt scheinbar in jedem ….
BOGESTRA
/in Prima Wettbewerb 2016Refugees „Welcome im ÖPNV“
Ausschlaggebend für dieses Projekt waren die im Einzugsgebiet der BOGESTRA ankommenden Flüchtlinge. Sie brachten Veränderungen und Herausforderungen mit sich. Das spürten insbesondere die Mitarbeitenden der BOGESTRA, die im Kundenkontakt stehen. Sie sahen dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Ist doch Mobilität eine wichtige Voraussetzung für Mobilität.
Als erste, schnelle Reaktion nahmen die Mitarbeitenden eine Idee der youngcaritas aus Essen auf: alle Besitzer von Zeitfahrausweisen mit der Möglichkeit zur Personenmitnahme sind animiert, zu gegebenen Zeiten eine Person unentgeltlich mitzunehmen. Erkennungszeichen hierfür ist ein Button mit dem Symbol „plus1“ an die Kleidung geheftet. Diese Aktion ist sehr gut angekommen.
Das reichte den Kolleginnen und Kollegen allerdings nicht. Sie hatten weitere Ideen und wollten gern direkt mit den Menschen in Kontakt treten, z. B. durch Kundentrainings in Flüchtlingseinrichtungen, durch Infobroschüren in verschiedenen Sprachen, portable Fahrscheindrucker in den Einrichtungen, sensibler Umgang bei Fahrkartenkontrollen usw.
Ähnliche Trainings finden schon seit Jahren erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Verkehrswacht statt und sollten nun auch gemeinsam durchgeführt werden. Nach positiver Kontaktaufnahme mit Behörden, Sozialverbänden und natürlich den Flüchtlingswohnheimen ging es los. Dank mehrsprachiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vieler Flüchtlingskinder als Dolmetscher, fand die Begrüßung statt.
Aufgrund von Sprachbarrieren griffen die Mitarbeitenden auf ihre Erfahrung mit Gehörlosentrainings zurück. Sie gestalteten das Training genial einfach als Pantomime. Die Trainer trugen rote T-Shirts mit Aufdruck eines „Daumen runter“ Zeichens und das Wort „falsch“ in 11 verschiedenen Sprachen oder grüne T-Shirts mit dem entsprechenden „Daumen rauf“ Zeichen, sowie das Wort „richtig“ in ebenfalls 11 verschiedenen Sprachen. Spielerisch wurde so u. a. die Sicherung des Kinderwagens oder die Funktionsweise der Videoschutzanlage erklärt. Natürlich wurden auch die Tarife erklärt.
Landespolizei und Verkehrswacht übernahmen die Fahrradübungsstrecke und die Helmberatung vor Ort. Im Ergebnis ist ein nicht nur notwendiges, sondern auch sinnvolles, öffentlichkeitswirksames Training zustande gekommen. Berührungsängste wurden ab- und Verständnis auf beiden Seiten aufgebaut.
Der Betriebsablauf ist dank dieser Maßnahmen für beide Seiten viel stressfreier. Die BOGESTRA konnte Mehreinnahmen im 6stelligen Bereich verzeichnen. Auch zukünftig werden diese Maßnahmen weitergeführt als Beitrag zur Flüchtlingshilfe aber auch für ein besseres Miteinander.
BSAG
/in Prima Wettbewerb 2016Alter Fahrersitz ganz neu!
Oder: wozu Smalltalk gut sein kann….
Dass der theoretische Teil weder für Schüler noch für die Ausbilder immer spannend, fesselnd oder interessant ist, hat das Team der BSAG auf der Prima Bühne dem Publikum verdeutlicht. Wer hört sich schon gern etwas über die vom Gesetzgeber geforderte „ergonomische Sitzeinstellung des Fahrersitzes“ an, wenn das Werderspiel am Wochenende noch nicht ausgiebig durchdiskutiert wurde!
Dieses wichtige, aber doch knochentrockene Thema in der Theorie zu vermitteln, ist gelinde gesagt, langweilig. Zum Glück trafen sich auf dem Gelände der BSAG ein paar Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Abteilungen, kamen ins Gespräch und auf eine Idee.
Zukünftig kann das Thema „ergonomische Sitzeinstellung“ viel spannender bzw. realitätsnaher geschult werden. Jeder Fahrschüler kann den Fahrersitz selber ausprobieren und einstellen. Für die Gesunderhaltung des Mitarbeitenden ein entscheidender Fortschritt. Sitzt doch ein Fahrer oder eine Fahrerin die meiste Zeit des Berufslebens auf diesem Sitz. Die richtige Sitzeinstellung schont deren Rücken.
Dank der in die Jahre gekommenen Fahrersitze der Straßenbahn GT8N-1, werden diese gegen den neuen (von Mitarbeitenden der BSAG entwickelten, siehe Prima-Beitrag 2015) Fahrersitz ausgetauscht. Die alten Sitze werden verschrottet – aber nicht alle! Ein relativ gut erhaltener Sitz ist dank der auf dem Hof entstandenen Idee der Fahrschule zur Verfügung gestellt worden. Die Tischlerei montierte hierfür den alten Sitz auf ein sicheres Holzpodest und fügte noch einen Kompressor für die Druckluftversorgung hinzu.
DSW 21
/in Prima Wettbewerb 2016Die Evolution vom Fahrer zum „multifunktionalen“ Mitarbeiter der Verkehrssteuerung und Sicherheit
Dank Busfahrer Matthias konnte das Prima Publikum live auf der Bühne miterleben, wie ein Bewerbungsverfahren bei der DSW 21 so läuft.
Die sog. Evolution startet mit einer Ausschreibung seitens des Unternehmens und der Bewerbung seitens des Mitarbeitenden. Dann folgt ein recht aufwendiges Auswahlverfahren. Wer es durch das Auswahlverfahren geschafft hat, startet in die Ausbildungsstufen vom Fahrer oder Werkstattmitarbeiter zum Verkehrsmeister im Außendienst, bis hin zum Stellwerksmeister mit Schaltberechtigung für den technischen Leitstand. Bis alle Module dieser Ausbildung in Praxis und Theorie durchlaufen sind, können bis zu 7 Jahre ins Land gehen. Die Ausbildung endet jeweils mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung.
Die Kollegin oder der Kollege können nach jedem Modul entscheiden, ob sie in das nächste Modul starten wollen oder ob sie die Ausbildung an dieser Stelle beenden wollen.
Die DSW 21 verfolgt mit dieser aufwendigen Ausbildung verschiedene Ziele. So sollen Kundenorientierung, Zusammenarbeit und Störungsbehebung im Mittelpunkt stehen. Durch das erlangte Wissen und Verständnis der einzelnen Aufgabe können alle beteiligten Bereiche gut miteinander verknüpft werden. Durch das breitgefächerte und abwechslungsreiche Aufgabengebiet erhofft sich das Unternehmen eine langfristige Motivation und Bindung der Mitarbeitenden. Die stufenweise Ausbildung ermöglicht zudem eine lückenlose und optimale Personalplanung über Jahre hinaus. Denn die Mitarbeitenden sind
flexibel in allen Bereichen der Verkehrssteuerung und Sicherheit einsetzbar.
Letztendlich aber wird der Erfolg dieser Art der Ausbildung nachhaltig durch die Kompetenz und Motivation der Mitarbeitenden wiedergespiegelt.