BVG Berlin

berlin09Reifensicherung für Hubwagen
scheller Reifenwechsel in Berlin

Bei der BVG gibt es seit eh und je schon Reifenwagen, mit derer Hilfe ein schneller Wechsel defekter Busreifen auf Strecke ermöglicht wird. Genauso lange stand auch die Frage im Raum, wie bekomme ich das bis zu 120 kg schwere Rad sicher in den Reifenwagen rein, wie wieder raus? Bislang behalf man sich mit einer Rampe.  Mit Einführung der Umweltzone in Berlin mussten neue Wagen bestellt werden, denn aufgrund der Abgaswerte durften die „Altfahrzeuge“ die gesamte Innenstadt nicht mehr befahren. Somit stand in absehbarer Zeit kein Reifenwagen mehr zur Verfügung.  

Es wurden neue Fahrzeuge bestellt, praktischer weise mit Hublift. Nun ergab sich ein neues Problem: Aus Arbeitsschutzgründen darf keine Person mit auf dem Hublift fahren, um z. B. den Reifen aufrecht festzuhalten. Wenn der Reifen liegend transportiert wird, sind 2 Personen erforderlich, um ihn wieder aufzurichten, dabei ist ständig die Gefahr des Wegrutschens gegeben. Da es sich um Leasingfahrzeuge handelt, sind nur Umbauten möglich, die später wieder spurlos zu entfernen sind. Guter Rat war teuer…

Das war die Sternstunde des sog. A-TEAMS der BVG, eine handvoll Mitarbeiter, die sich gerne mit solch kniffligen Fragen beschäftigen. Sie fingen erstmal an, nach einer Lösung zu suchen, ein gezielter Auftrag kam später, der wurde so formuliert: „Öh, ja macht mal!“ So machten Sie. Sie entwickelten eine Reifensicherung, die in alle Werkstattwagen einbaubar ist, ob mit oder ohne Hublift. Sie beachteten dabei die UVV Vorschriften, denn die Anforderungen an die Arbeitssicherheit sind sehr hoch. Mit der neuen Reifensicherung wird zukünftig nur noch ein Mitarbeiter benötigt, denn die Sicherung ist stabil und leicht zu handhaben.

 

 

BSAG Bremen

bremen09BSAG- der virtuelle TOUCHbill
Ein multifunktionaler Fahrkartenautomat mit der Funktion zur Geldkarten- oder Bargeldverarbeitung. 

Nach Aufstellen dieser Automaten in den Straßenbahnen der BSAG kam es jedoch verstärkt zu Kundenbeschwerden. Die Kunden kamen mit der Handhabung des Gerätes nicht zurecht, in der Beschwerdeabteilung der BSAG hagelte es Beschwerden! So setzten sich eine Handvoll Mitarbeiter zusammen um herauszufinden, wo das Problem lag: war es die Handhabung? Oder die Menüführung? Oder die Technik? Oder alles zusammen…. ?

Letztendlich entwickelten die MitarbeiterInnen einen virtuellen TOUCHbill, sozusagen ein Übungsgerät, mit dem die Kunden den Fahrkartenkauf virtuell üben können. Mit diesem Übungsgerät ist aber noch mehr möglich. Tarifschulungen für lassen sich mit Hilfe des virtuellen Touchbills ganz einfach mit Laptop durchführen. Die Verkaufsstellen können Kundenfragen zu den Tarifen schnell beantworten und erhöhen so den Service. Außerdem ist der virtuelle TOUCHbill übertragbar auf Telematik-/Zahlungssysteme anderer Verkehrsunternehmen, d. h. mit wenig Aufwand könnten diese virtualisiert und im Internet bereitgestellt werden.
Wer jetzt neugierig geworden ist, guckt mal auf der Homepage www.bsag.de unter Menüpunkt „Service“ nach…

 

LVB Leipzig

Leipzig09LVB Leipzig- Aktiv für Jung und Alt
Das „Aktive-Office“ –  ein Sozialprojekt mit dem Ziel, Langzeitarbeitslose mit einer geregelten und sinnvollen Aufgabe gemeinwohlorientiert zu beschäftigen.

Innerhalb dieses Aktiv-Offices gibt es das Projekt „Aktiv für Jung und Alt“ bei dem es darum geht, bestimmte Zielgruppen wie z. B. Vorschulkinder, Grundschulkinder oder auch Senioren zu beraten und dabei aktiv einzubeziehen. Zumindest theoretisch, denn von einer Umsetzung wurde erstmal Abstand genommen, weil die Befürchtung bestand, die Teilnehmer mit dieser Aufgabe zu überfordern. Die Teilnehmer sind Langzeitarbeitslose mit den unterschiedlichsten Berufs- und Ausbildungshintergründen. Als diese jedoch ungefragt mit ähnlichen Vorschlägen aufwarteten, gab es grünes Licht!

So entstanden drei Teilbereiche: „Mobil und Sicher durch den Alltag“ – Beratung für Senioren, „Willi kommt“ – Beratung für Vorschulkinder und „Bus- und Bahntraining“ – Beratung für Grundschüler. Dabei haben die Teilnehmer des „Aktive Office“ die Projektideen kreativ aus- und umgestaltet und mit Engagement und Begeisterung tolle Konzepte entwickelt. 
Die Resonanz ist durchweg positiv: nicht nur Funk, Fernsehen und Presse lobten die Veranstaltungen, auch die Teilnehmer sind begeistert! So konnten bis heute über 100 Veranstaltungen mit mehr als 1500 Teilnehmern durchgeführt werden, bis November 2009 ist das Team sogar ausgebucht.

Mit den Schulungen für z. B. Moderations- und Präsentationstechniken bekamen die Teilnehmer ein gutes Instrument in die Hand, mit dem sie ihr Selbstbewusstsein und Auftreten stärken konnten. Mit dem Erfolg ihrer Arbeit gewannen sie an Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl. Sie haben sich mit dieser sinn- und anspruchsvollen Arbeit sozial eingebracht und gleichzeitig soziales Engagement empfangen. Ganz nebenbei erhöhten sie mit diesen Kompetenzen ihre Chancen für eine Einstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

 

 

ssb Stuttgart

Stuttgart09SSB ÖPNV- Navigationssystem auf iPhone!
In Vino Veritas?

In diesen Fall war der Wein nicht Auslöser für Kopfweh, sondern für eine super Idee mit Nebenwirkungen!

Ein Mitarbeiter der SSB saß mit Freunden gemütlich in einem Weinlokal irgendwo in Stuttgart. Da alle Weintrinker nicht mit dem PKW nach Hause fahren wollten, liegt es ja nahe, den ÖPNV zu nutzen. ABER! Es gab viele Gründe das öffentliche Angebot nicht zu nutzen, nämlich: wo ist die nächste Haltestelle und wie finde ich dahin? Muss ich umsteigen? Wie komme ich von der Endhaltestelle nach Hause? Schlussendlich wurden div. Taxen bestellt, denn diese Fragen konnte der SSB-Mitarbeiter aus dem Stand auch nicht beantworten.   
Weil dieser Mitarbeiter den Ausgang des Abends aber sehr unbefriedigend befand, ließ es ihn nicht los, nach einer Lösung zu suchen. Die fand er auch, als er einen Kollegen mit iPhone traf. Nach etlichen Gesprächen, Diskussionen etc. war aus der fixen Idee, eine einfache, nutzerfreundliche Fahrplananwendung zu schaffen, die die Vorteile des iPhones wie z. B. die Aktualität und Bedienerfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellt, ein hausinternes Projekt geworden. Mit Hilfe eines externen Partners mit Apple-Spezialisierung zur Programmierung der Idee ging dann alles sehr schnell:

Alle SSB-Kunden, die zugleich Nutzer des Mobiltelefons iPhone von Apple sind, haben im Applikation-Store von Apple iTunes die Möglichkeit, die SSB-Fahrplanauskunft kostenlos herunter zu laden. Diese installiert sich dann per Knopfdruck auf dem Telefon des Nutzers. Somit ist es möglich:

• Die nächstgelegene Haltestelle zu finden
• Den Weg vom aktuellen Standort zur Haltestelle anzuzeigen
• Aktuelle Fahrplanauskünfte der SSB und aller Verbundpartner abzufragen
• Die Abfahrtstafeln der gewünschten Haltestelle einzusehen
• Das Stadtbahn- und Verbundnetz anzusehen

Damit hat die SSB als erstes Verkehrsunternehmen in Deutschland ein für den Nutzer kostenloses ÖPNV- Navigationssystem von Tür zu Tür entwickelt!!

 

ssb – Sieger 2008!

Stuttgart08 (2)SSB-Kampagne für neue Abo-Kunden

Die Warteschlangen am KundenCentrum und den Automaten ließen die Idee entstehen, eine Abowerbung als „Kunden werben Kunden“-Aktion zu gestalten. Mit dieser Umsetzung wurde eine innovative Marketing-Methode erstmals erfolgreich bei der SSB in Stuttgart eingesetzt. Einmal monatlich werden in einer „KUNO“-Runde, in denen Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmensbereiche vertreten sind, Themen der Kundenorientierung besprochen. Die Mitarbeiter bei KUNO schlagen Verbesserungen vor. Gleichzeitig sind sie in ihrem jeweiligen Bereich auch Ansprechpartner für die Kollegen, wenn es um Fragen zur Kundenorientierung geht.  
An diesen Arbeitskreis wurde von einer Mitarbeiterin die Idee zu einer „Kunden werben Kunden“-Aktion herangetragen. Der Arbeitskreis beschäftigte sich mit der Idee und entwickelte Eckpunkte für die Realisierung einer solchen Marketingmaßnahme: Dabei kann jeder Interessierte neue Abokunden werben und erhält dafür einen Prämiengutschein. Hierfür mussten zunächst auch Kooperationspartner gefunden werden.

Im Rahmen dieser Aktion entschied sich die Gruppe erstmals die Methodik eines Customer Relationship Managements (CRM – deutsch: Kundenbeziehungsmanagement) anzuwenden. Dabei werden die vorhandenen Kundendaten so zusammengeführt, dass man sie auswerten und gezielt nutzen kann. So wurden beispielsweise für die „Kunden werben Kunden“-Aktion solche Kunden gezielt angeschrieben, die in den zurückliegenden zwölf Monaten sechs bis zehn Monatskarten im KundenCentrum oder am Automaten gekauft hatten – und die damit besonders geeignet für ein Abonnement sind.

Diese Innovation erwies sich als erfolgreich, so dass die CRM-Methode künftig zum Standard bei Marketingaktionen der SSB wird. Auch die Wirtschaftlichkeit der Aktion konnte nachgewiesen werden. Aus einer Mitarbeiter-Idee wurde so eine erfolgreiche Marketing-Maßnahme, die auch auf andere Unternehmen übertragbar ist. Schließlich gehört der Kunde in den Mittelpunkt der Aktivitäten von Verkehrsbetrieben.