LVB Leipzig

Leipzig07So fällt die Bearbeitung der „Zungenkästen“ leicht!
Bis zur Prima-Jahreskonferenz konnten viele Teilnehmer wenig mit dem Begriff der „Zungenvorrichtungskästen“ anfangen.

Dabei fahren alle Nutzer der Straßenbahnen regelmäßig darüber, wenn Weichen befahren werden. Welche Probleme bei der Montage dieser tonnenschweren Kästen auftreten und wie diese gelöst werden können, demonstrierte das Team der LVB-Tochter IFTEC sehr anschaulich und kompetent. „Früher“ wurden die bis zu neun Meter langen Werkstücke zur Bearbeitung auf Böcke gelagert und mit Hilfe eines Laufkranes über den Schwerpunkt gezogen und gekippt, um ihn überall bearbeiten zu können. Das Drehen entsprach dabei häufig einem plötzlichen „Umschlagen“, verbunden mit großem Lärm, über den sich auch die Kollegen aus anderen Werkstattbereichen beschwerten. Dies war außerdem sehr gefährlich. Zusätzlich kam es häufig zu Verschiebungen und Verwindungen im Material mit der Notwendigkeit des Nacharbeitens.

In etlichen Stunden akribischer Tüftelei suchten Mitarbeiter nach einer Lösung, um den Zungenvorrichtungskasten stufenlos drehen und in jeder Stellung arretieren zu können. Zunächst waren einige Kollegen sehr skeptisch, ob eine solche Verbesserung möglich ist. Mit viel probieren entwickelte die Gruppe eine Halterung mit Motorsteuerung, die den Anforderungen gerecht wird. Sie bewährt sich seit über einem Jahr und keiner der ehemaligen Skeptiker möchte wieder zur alten Technologie zurückkehren. Durch das stufenlose Drehen entfallen jetzt etwa Zwangshaltungen beim Schweißen. Die Gefahrenquellen konnten minimiert und zusätzlich technische Vorteile realisiert werden: Das Werkstück wird jetzt optimal vorge-wärmt, wodurch eine wesentlich gleichmäßigere Schweißnaht erzielt wird.Zur Freude des Unternehmens hat sich obendrein noch die Bearbeitungszeit um rund 15 Prozent verkürzt, denn die Drehvorrichtung wurde so in den Arbeitsprozess integriert, dass möglichst kurze Transportwege anfallen. Ein schöner Erfolg!

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