DSW 21 Dortmund

Schwerpunktkontrollen im Rahmen von Sicherheit in Bus und Bahn (SIBB)

 

Fahren ohne Ticket (in Amtsdeutsch: „Beförderungserschleichung“), stellt für alle Verkehrsunternehmen einen erheblichen Einnahmeverlust dar. Die Verkehrsbetriebe wirken dem Fahren ohne Ticket mit Fahrscheinkontrollen entgegen, entweder mit eigenem Personal oder per beauftragtes Privatunternehmen. Und was sich die Kontrolleure mitunter alles anhören müssen…

Als im Jahre 2009 auch noch das „Bedrohungsvideo: Androhung von Übergriffen auf den ÖPNV“ erschien, wurden als Gegenmaßnahme zusätzliche Streifen von Bundes- und Landespolizei im Schienenpersonenverkehr gestellt. Leider wurden diese Streifen wieder eingestellt, trotz sehr guter Erfahrungen und positiver Rückmeldung der Fahrgäste. Mitarbeitende der DSW 21 griffen diese Idee der gemischten Streifen auf und riefen das Projekt SIBB ins Leben: Schwerpunktkontrollen an Haltestellen in gemischten Teams: die DSW 21 mit Unterstützung von Landes- und Bundespolizei! Einsatzort also dieses Mal der ÖPNV der DSW21. 

Bei den Fahrgästen kommt diese Aktion sehr gut an. Die erhöhte Polizeipräsenz erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl! Zudem ist die Beanstandungsquote seit Einführung des Projekts im Jahr 2010 um die Hälfte zurückgegangen. Zusätzliche Kosten sind bislang ebenfalls nicht entstanden, da ausschließlich vorhandenes Personal zum Einsatz kommt. Wie das praktisch funktioniert demonstrierten die Dortmunder Kolleginnen und Kollegen nebst Polizist auf der Prima-Jahreskonferenz. Sie nahmen das Publikum mit in eine Dortmunder U-Bahnstation und demonstrierten das Vorgehen. Bei dem überprüften Klientel war das gemeinsame Vorgehen eine gute Entscheidung. Denn nicht nur eine lauthals protestierende, renitente alte Dame mit Hund wurde fachgerecht kontrolliert. Ein Fahrgast, der bei leider keinen Fahrschein dabei hatte, entpuppte sich dafür aber als gesuchter Krimineller … Ein schönes Beispiel für Erfolg durch Zusammenarbeit im ÖPNV!

 

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