MVG München

VBfit – ein Fitnessraum für Mitarbeitende am Standort der U-Bahnwerkstätten

Seit einigen Jahren existiert bei der MVG ein fest etabliertes Gesundheitsmanagement (siehe prima-Beitrag von 2011). Bestandteil dieses Systems ist die Möglichkeit für Mitarbeitende, Wünsche zu äußern. Diese werden umgesetzt, sofern sie der breiten Mehrheit und den Grundsätzen des Gesundheitsmanagements entsprechen. Von einigen engagierten Beschäftigten kam der Wunsch nach einem Angebot für Fitnesstraining im Werkstattbereich. Um möglichst viele zu erreichen, wurde die Idee entwickelt, einen Fitnessraum direkt am Standort aufzubauen. Der Vorschlag wurde durch die VBfit-Verantwortlichen positiv aufgenommen: einen Raum sollten sich die Mitarbeitenden allerdings selber suchen, sich selbst um die Einrichtung kümmern natürlich auf die Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsstandards achten. Kosten für räumliche Umbauarbeiten würde der Betrieb übernehmen, die Anschaffung der Geräte und die Einrichtung der Räume sollen vom Bereich übernommen werden. Puh!

 Zum Glück kam hier der Zufall zur Hilfe! Bei einer ersten Besprechung zum Thema „Fitnessraum“ beteiligte sich eine Kollegin, die in ihrer vorherigen Tätigkeit bei den Badebetrieben beschäftigt war. Sie wusste von ausgemusterten, aber intakten Fitnessgeräten vom Münchner Olympiabad. Der Kontakt war schnell hergestellt, die Geräte besichtigt und für gut befunden. Viel schwieriger gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Raum. Dann wurde ein ungenutzter Lagerraum „entdeckt“. Die Umlagerung der dort eingelagerten Materialien stellte kein Problem dar und es sind sogar Duschen und Umkleiden vorhanden. Nun ging es mit vereinten Kräften an den Umbau vom Lagerraum zum Fitnessraum. Am 06. November 2012 erfolgt die feierliche Eröffnung. Durch die örtliche Nähe wird dieser Raum sehr gut angenommen. Am stärksten frequentiert ist er von 15:30 – 20:00 Uhr. Bis zu 15 Personen können gleichzeitig trainieren und es haben sich sogar Gruppen zum gemeinsamen Training gebildet. Kolleginnen und Kollegen anderer Standorte zeigen sich sehr interessiert an dieser sportlichen Lösung!

LVB Leipzig

Social Media Knigge

Soziale Medien bestimmen längst unseren Alltag. Aus dem Alltag der 16-35 jährigen sind sie kaum mehr weg zu denken. Aus diesem Grund hat sich die LVB 2012 entschieden, sich diesem Thema zu öffnen und mit dem Nachrichtendienst „Twitter“ und dem sozialen Netzwerk „Facebook“ präsent zu sein. Hierfür wurde extra ein Social-Media Team eingerichtet, um den zeitnahen Dialog mit den Kunden zu gewährleisten. Nicht nur die LVB Kunden, auch viele Mitarbeitende der LVB verbringen viel Freizeit in diesen Medien, manche engagieren sich auch dort für das Unternehmen.

Um hier jedoch den „guten Ton“ zu wahren, insbesondere bei bspw. beleidigenden oder unverschämten Äußerungen oder Beschwerden der Fahrgäste, gestaltete sich etwas schwierig, wie uns das Team aus Leipzig auf der Bühne sehr anschaulich verdeutlicht hat. Insbesondere aus dem Fahrdienst kam der Wunsch nach „Verhaltensleitplanken“, was darf geschrieben werden und was eher nicht? So kam das Social-Media Team der LVB auf die Idee, einen Beteiligungsprozess zu starten, bei dem gemeinsam mit der Belegschaft Richtlinien für den Umgang in sozialen Netzwerken erarbeitet werden sollten. Die Arbeitsdirektorin war schnell überzeugt, begleitete diesen Prozess sogar persönlich!In div. Workshops an denen die Mitarbeitenden freiwillig teilnehmen konnten, entstanden die „Guidelines“. 2 Monate später standen diese Entwürfe im Intranet und konnten kommentiert werden. Dadurch konnten sie zusätzliche angepasst, bzw. ergänzt werden. Diese Guidelines erleichtern den Mitarbeitenden künftig die Kommunikation im Social Web, geben Orientierung und schützen sie letztendlich auch.

 

KVB Köln

Der Wunschbaum

bringt nicht nur Kindergesichter zum Strahlen!

Ein erstmals fehlender Weihnachtsbaum brachte KVB-Beschäftigte auf eine wunderbare Initiative:  Es muss in der Vorweihnachtszeit unbedingt wieder ein Weihnachtsbaum aufgestellt werden – aber ein ganz besonderer: Dieser Weihnachtsbaum, so die Idee, wird mit Kinderwünschen von „sozialschwachen Kindern“ geschmückt und die Mitarbeitenden der KVB können, wenn sie wollen, diese Wünsche erfüllen! Nachdem der Vorstand überzeugt war, wurde dieses Projekt eigenverantwortlich von den Mitarbeitenden durchgeführt. Um möglichst viele Kinderwünsche erfüllen zu können, wurden  2 Weihnachtsbäume aufgestellt.

Parallel dazu wurde Kontakt zu 2 Kindertagesstätten in einem sozialen Brennpunkt Kölns aufgenommen. Die Erzieherinnen fanden diese Idee klasse, und so wurde die weitere Vorgehensweise mit ihnen abgesprochen.Insgesamt 104 Kinder im Alter zwischen 2 – 6 Jahren bemalten mit viel Hingabe die Rückseite der vorgedruckten Wunschzettel (im Wert von max. 25 €). Dann wurden die Kinder zur KVB eingeladen um die die beiden Weihnachtsbäume mit ihren Wunschzetteln zu schmücken. Um diesen Tag abzurunden, gab es noch ein Mittagessen, von den Kolleginnen und Kollegen selbstgebackene Kekse, eine Bastelaktion und zum Abschluss ein Highlight in Form einer Straßenbahnbesichtigung.Die Beschäftigten KVB wurden über die Möglichkeit „Wünsche erfüllen“  informiert. Dies passierte u. a. per Intranet, Aushängen, Tischaufstellern in der Kantine und über einen Hinweis auf der Entgeltabrechnung. Nach nur 10 Tagen waren die Wunschzettel „geplündert“! Alle Teilnehmenden, so wurde dem Orga-Team versichert, besorgten mit viel Freude „ihr“ Geschenk. Das war manchmal etwas knifflig, denn die gemalten Kinderbilder waren nicht immer eindeutig…

Die Verpackung und Koordination der Geschenke übernahmen u. a. Praktikanten und Auszubildenden. Eine Woche vor Weihnachten wurden die Geschenke per Schlitten (Bus) zu den Kitas gebracht und im Rahmen einer Bescherung an jedes einzelne Kind überreicht. Durch zusätzliche Geldspenden konnten den Kitas noch 2 „Kindertaxis“ gespendet werden.Eine tolle Idee, die nicht nur Kindergesichter, sondern auch die Gesichter der KVB-Mitarbeitenden zum Strahlen gebracht hat!

DSW 21 Dortmund

Schwerpunktkontrollen im Rahmen von Sicherheit in Bus und Bahn (SIBB)

 

Fahren ohne Ticket (in Amtsdeutsch: „Beförderungserschleichung“), stellt für alle Verkehrsunternehmen einen erheblichen Einnahmeverlust dar. Die Verkehrsbetriebe wirken dem Fahren ohne Ticket mit Fahrscheinkontrollen entgegen, entweder mit eigenem Personal oder per beauftragtes Privatunternehmen. Und was sich die Kontrolleure mitunter alles anhören müssen…

Als im Jahre 2009 auch noch das „Bedrohungsvideo: Androhung von Übergriffen auf den ÖPNV“ erschien, wurden als Gegenmaßnahme zusätzliche Streifen von Bundes- und Landespolizei im Schienenpersonenverkehr gestellt. Leider wurden diese Streifen wieder eingestellt, trotz sehr guter Erfahrungen und positiver Rückmeldung der Fahrgäste. Mitarbeitende der DSW 21 griffen diese Idee der gemischten Streifen auf und riefen das Projekt SIBB ins Leben: Schwerpunktkontrollen an Haltestellen in gemischten Teams: die DSW 21 mit Unterstützung von Landes- und Bundespolizei! Einsatzort also dieses Mal der ÖPNV der DSW21. 

Bei den Fahrgästen kommt diese Aktion sehr gut an. Die erhöhte Polizeipräsenz erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl! Zudem ist die Beanstandungsquote seit Einführung des Projekts im Jahr 2010 um die Hälfte zurückgegangen. Zusätzliche Kosten sind bislang ebenfalls nicht entstanden, da ausschließlich vorhandenes Personal zum Einsatz kommt. Wie das praktisch funktioniert demonstrierten die Dortmunder Kolleginnen und Kollegen nebst Polizist auf der Prima-Jahreskonferenz. Sie nahmen das Publikum mit in eine Dortmunder U-Bahnstation und demonstrierten das Vorgehen. Bei dem überprüften Klientel war das gemeinsame Vorgehen eine gute Entscheidung. Denn nicht nur eine lauthals protestierende, renitente alte Dame mit Hund wurde fachgerecht kontrolliert. Ein Fahrgast, der bei leider keinen Fahrschein dabei hatte, entpuppte sich dafür aber als gesuchter Krimineller … Ein schönes Beispiel für Erfolg durch Zusammenarbeit im ÖPNV!