RNV Mannheim

Fahrerbetreuung nach traumatischen Ereignissen
Ein Unfall ist für jeden Menschen ein einschneidendes Erlebnis. Der Prima-Beitrag der RNV zeigte sehr anschaulich die Wichtigkeit des Themas für den ÖPNV.

Ein Trauma kann eintreten, wenn die betroffene Person zum Zeitpunkt des Ereignisses von der Erfahrung derartig überwältigt wird, dass sich das Erlebnis nicht ausreichend verarbeiten lässt. Die Folge können sein: Ängste, Beklemmung, Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot, Erstarrung, bis hin zur Fahrdienstuntauglichkeit.Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, den oder die Betroffenen schnellstmöglich zu betreuen. Um dies zu gewährleisten, haben sich Teamleiter des Fahrdienstes entschlossen, eine Rufbereitschaft ins Leben zu rufen und damit ein wichtiges Glied in der Betreuungskette zu bilden. Die Geschäftsleitung war schnell überzeugt. Und so ging es an die Umsetzung. 

Zu einer umfassenden Betreuung gehören: die Ansprache, das Wegführen vom Unfallort, das Verfassen von dienstlichen Meldungen, die sichere Heimfahrt, die Information der Angehörigen und das Anleiten weiterer Maßnahmen. Ein wichtiger Bestandteil ist etwa professionelle Hilfe durch einen Psychologen. Dieser war in Gestalt des „ehrenamtlichen Fahrers“ Prof. Dr. Lorenzen.zur Präsentation mitgekommen. Inzwischen hat sich die Rufbereitschaft zu einem festen Bestandteil der RNV und einem unverzichtbaren Instrument der persönlichen Fürsorge gegenüber der Mitarbeitenden etabliert. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bei ca. 120 Einsätzen im Jahr ist keine Fahrdienstuntauglichkeit aufgrund traumatischer Ereignisse mehr aufgetreten.

 

 

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