ssb Stuttgart

Mehrwert – Lernen in fremden Lebenswelten
SSB-Azubi wagen Sprung in „kaltes Wasser“

 „Sozialkompetenz“ ist eine Fähigkeit, die mehr und mehr im Berufsalltag nachgefragt wird und entsprechend erlernt werden muss. Dieses „Soziale Lernen“ beinhaltet beispielsweise die Auseinandersetzung mit (andersartigen) Einstellungen, Haltungen oder Wertorientierun-gen, die Entwicklung von Fähigkeiten wie Empathie oder Konfliktregelung, aber auch die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen, Stärken und Schwächen. Wie kann dieser Lern-prozess direkter geschehen, als durch das „Eintauchen in fremde Lebenswelten“? Genau dies wagten ab Mai 2005 SSB-Azubis. Anfangs mit durchaus „gemischten Gefühlen“. Für zwei oder drei Wochen tauschten sie freiwillig ihren Arbeitsplatz in Möhringen für ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung ein. Partner für die gewerblichen Azubis im dritten Lehrjahr war etwa die Karl-Schubert-Werkstätten für Lernbeeinträchtigte. Dort fertigten die angehenden Facharbeiter z.B. Arbeitserleichterungen für die Behinderten an.

Im Gegenzug zeigten die SSB-ler den Mitarbeitern der Einrichtung ihren Betrieb.Die kaufmännischen Azubis konnten ihr zweiwöchiges Praktikum in Einrichtungen wie dem sozialpsychiatrischen Dienst, Arbeitslosenprojekten oder durch Betreuung demenzerkrankter Senioren absolvieren. Auch hier stellten sich die jungen SSBler den neuen und fremden Situationen in der Regel allein, manchmal zu zweit. Einige hatten „zu Beginn des Projektes schon ein bisschen das Gefühl, ins kalte Wasser geschmissen worden zu sein“. Aber letztlich erkannten die Teilnehmer, dass etwa „Behinderte im Prinzip die gleichen Probleme haben“.Das gemeinsame Fazit der Ausbildungsleitung, der Agentur „mehrwert“, die dieses Projekt betreute, aber auch der Kooperationseinrichtungen ist so positiv, dass dieses Lernarrangement künftig zu einem festen Bestandteil der SSB-Ausbildung wird.

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