Prima 2026 – rnv
Einfache Sprache im Fahrdienst
Dank der offenen Austauschrunde „wo drückt der Schuh“ zwischen Fahrdienst, Führungsebene und Betriebsrat, bei dem die Management Ebene, an vorher angekündigten Terminen, die Pausenräume des Fahrdienstes aufsucht, kam ein wichtiges Thema zur Sprache. Es ging um die Formulierungen u. a. in sicherheitsrelevanten Dokumenten wie Bekanntmachungen oder Dienstanweisungen. Die Texte wurden als zu komplex und zu fachsprachlich wahrgenommen, als schwer verständlich. Dem Lesenden standen so manches Mal die Fragezeichen auf der Stirn.
Um diese Herausforderungen anzugehen, wurde ein Projektteam aus den Bereichen Personal, Kommunikation, Marketing, Betriebsleiterbüro, Planung und Betrieb ins Leben gerufen. Unterstützung gab es von einer studentischen Projektgruppe „Masterstudiengang Translation, Kommunikation, Sprachtechnologie“ der Universität Heidelberg.
Dabei herausgekommen ist ein neues Formular für Fahrdienstanweisungen das klar strukturiert ist mit Kategorien und Piktogrammen, einheitlichen Bezeichnungen für Name, Überschrift etc. und farbliche Trennung der Kategorien. Dazu gibt es einen Sprach Leitfaden für die „einfache Sprache“, mit Beispielen. Dieser ist dynamisch angelegt und kann fortlaufend weiterentwickelt werden. Eine Ausfüllhilfe dient als weitere Unterstützung. Parallel dazu wurden die IT-Prozesse und Workflows angepasst.
Im März startete die Umsetzung und fand positiven Anklang seitens des Fahrdienstes.
Fazit:
Der offene, unkomplizierte Austausch machte Verständlichkeitsprobleme sichtbar und führte zu klar strukturierten, praxisnahen Lösungen. Das Ergebnis sind verständlichere Dokumente, optimierte Prozesse und eine positive Resonanz im Fahrdienst.










