Prima 2026 – ÜSTRA
Vertrauen als Innovationsmotor -additive Fertigung aus Mitarbeiterinitiative-
Mit diesem Projekt geht die ÜSTRA einen ganz anderen, ungewöhnlichen Weg.
Es geht um die Einführung des 3D-Drucks als neues Fertigungsverfahren. Die Kolleginnen und Kollegen sind anfangs skeptisch, bewährte Methoden wie Fräsen, Drehen, Schweißen sind doch bewährt! 3D-Druck ist doch eher Spielerei, oder?
Für die Umsetzung und Implementierung wird hier bewusst ein anderer Ansatz gesucht. Statt Schulungen gibt es für die Teilnehmenden einen 3D-Drucker für zuhause. Diese Entscheidung basiert auf der Überzeugung, dass nachhaltige Innovationen besser aus innerem Antrieb, also intrinsischer Motivation, statt durch Verordnung funktioniert.
Die Teilnahme an diesem Projekt ist freiwillig. Ein paar Parameter sind vorgegeben: festgelegter Nutzungszeitraum, nur private und keine gewerbliche Nutzung. Projekte und Erfahrungen sollen protokolliert werden. Ein Paket mit unterschiedlichen Filamenten und Materialen werden zur Verfügung gestellt, um damit zu Experimentieren. Lernziele, zeitliche Vorgaben, Bewertung der Ergebnisse gibt es nicht.
Gedruckt werden u. a. Bauteile, Vorrichtungen etc., die mit den klassischen Fertigungsverfahren nur schwer oder gar nicht hergestellt werden können. Eine externe, industrielle Fertigung der einzelnen Bauteile ist aufgrund der niedrigen Stückzahlen oft teuer und somit unwirtschaftlich. Die Mitarbeitenden präsentieren ihre Ergebnisse stolz ihren Kolleginnen und Kollegen, die anfängliche Skepsis verschwindet zunehmend. Dank der Ergebnisse werden auch die anderen Mitarbeitenden neugierig und bringen nun eigene Ideen mit ein. Die im privaten Kontext gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse schleichen sich schrittweise in den Alltag der mechanischen Fertigung ein. Konstruktionen werden angepasst und weiterentwickelt. Bewährte Anwendungen dauerhaft in den Arbeitsalltag übernommen.
Aber es sind nicht nur funktionale Verbesserungen zu verzeichnen. Das Miteinander der Abteilung entwickelt sich durch den Austausch, die Umsetzung der eigenen Ideen, die Tauglichkeit der entwickelten Materialen in den Berufsalltag sehr positiv.
Das Fazit? Innovation entsteht dort, wo Vertrauen gegeben wird und Mitarbeitende als Gestalter eingebunden werden. Gern nachmachen!!





