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Prima-Wettbewerb 2007
Azubis der Rheinbahn überzeugen mit "Haltestellenpatenschaften" |
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Azubis der Reinbahn Düsseldorf gewinnen den sechsten bundesweiten PRIMA-Wettbewerb für Innovation durch Mitarbeiterbeteiligung im Nahverkehr – 11 deutsche Nahverkehrsunternehmen präsentierten Mitarbeiterprojekte – Dokumentation im Juli verfügbar Die Azubis der Rheinbahn Düsseldorf haben den diesjährigen PRIMA-Wettbewerb für Innovationen durch Beschäftigte im Nahverkehr gewonnen. Auf der jetzt stattgefundenen Jahreskonferenz mit Preisverleihung durch eine Fachjury setzte sich das junge Team mit einer cleveren Idee durch: Durch Haltestellenpatenschaften sollen „Problemhaltestellen“ zeitnah gereinigt und instand gesetzt werden, um Kundenbeschwerden zu verringern. Die Azubis aus Düsseldorf sind das zweite Azubi-Team das diesen Preis erringen konnte. Der Preis wird seit 6 Jahren unter 12 großen Nahverkehrsunternehmen ausgeschrieben, die damit den Teamgeist und den Beschäftigten und die Innovationsfreudigkeit in ihren Unternehmen fördern wollen. |
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Bewertet werden die Projekte von einer Fachjury, der dieses Jahr Prof. Günter Girnau vorstand. Die Bewertung und Prämierung erfolgte nach Abschluss aller Präsentationen auf der Jahreskonferenz vor Ort. Berücksichtigt wurden dabei die Kriterien „Erreichte Verbesserungen“, „Mitarbeiterbeteiligung“, „Originalität“, „Übertragbarkeit“, „Präsentation“ und „Dokumentation“.
An dem Düsseldorfer Projekt überzeugte die Jury besonders das Engagement, die Originalität und gezeigte Zusammenarbeit der jungen Auszubildenden: |
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Rheinbahn-Azubis präsentieren ihr Projekt |
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Ausgehend von einer Auswertung der Beschwerdestatistiken über verunreinigte oder beschädigte bzw. mangelhafte Haltestellen, entschlossen sich die jungen Beschäftigten, Abhilfe zu schaffen. Eine Checkliste wurde erstellt, anhand derer eine schnelle Zustandsbeschreibung der Haltestellen erstellt werden kann. Der besondere Clou: Festgestellte Schäden bzw. Mängel werden durch ortsnahe „Haltestellenpaten“ an die Rheinbahn gemeldet, die zeitnah Abhilfe schafft. Um das System zu testen übernahmen die Azubis zunächst selbst solche Patenschaften. In einem nächsten Schritt sollen jetzt Kunden oder Anlieger als Paten für die Haltestellen gewonnen werden. |
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„Auch wenn die Idee noch nicht von „echten Kunden“ angewandt wird“, so Prof. Girnau in der Laudatio zum Abschluss der Veranstaltung, „überzeugte die Jury die Idee, aber auch der Einsatzwille und die Ausdauer dieser jungen Leute“. Mit diesem Nachwuchs, so Prof. Girnau weiter, brauche der ÖPNV sich keine Sorge um seine Zukunft zu machen.
Vor der Preisverleihung hatte Prof. Girnau die Leistung aller Teams einzeln gewürdigt und auf die Schwierigkeiten der Bewertung hingewiesen. |
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Szenenfoto: Leitstelle DSW 21 |
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Denn die eingereichten Beiträge seien ebenso einzigartig wie unterschiedlich in Bezug auf Thematik und Lösung: Von neuen Testverfahren in der Bewerberauswahl (üstra Hannover) über verbessertes Informationsmanagement bei Baustellen (Bogestra) bis zur auf die Kunden ausgerichteten Reorganisation der Betriebsleitstelle (DSW 21) reichten die Maßnahmen. Der vorgestellte Ideenreichtum der Beschäftigten umfasste die sinnvolle Nutzung ausrangierter Straßenbahnen (Stuttgarter Straßenbahnen) ebenso wie die wirtschaftliche Optimierung von Betriebsabläufen, etwa beim Winterdienst in Köln (KVB). |
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Vorgeführt wurden aber auch technische Neuerungen, etwa die E-Mail-Lösung für eine sofortige Bearbeitung bei Bombenalarm in Berlin. Das Leipziger Team (IFTEC / LVB) zeigte, wie es den Beschäftigten selbständig gelang eine Neukonstruktion von Drehgestellen für Zungenvorrichtungskästen zu realisieren. Diese beschleunigt nicht nur den Arbeitsprozess, sondern ist zudem wesentlich leiser im Betrieb und weniger stör- bzw. unfallanfällig. |
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Vorgeführt wurden aber auch technische Neuerungen, etwa die E-Mail-Lösung für eine sofortige Bearbeitung bei Bombenalarm in Berlin. Das Leipziger Team (IFTEC / LVB) zeigte, wie es den Beschäftigten selbständig gelang eine Neukonstruktion von Drehgestellen für Zungenvorrichtungskästen zu realisieren. Diese beschleunigt nicht nur den Arbeitsprozess, sondern ist zudem wesentlich leiser im Betrieb und weniger stör- bzw. unfallanfällig.
Verschiedene Projekte richteten sich an die Beschäftigten selbst: So wurde gezeigt, wie in Bremen die Einführung neuer Fahrdienstmitarbeiter auf den Geschäftsstellen verbessert werden konnte oder in Frankfurt Werkstattmitarbeiter der Verkehrsgesellschaft höchst erfolgreich eine Gesundheitswoche gestalteten. |
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Das Besondere an prima ist, dass alle Präsentationen auf der Jahreskonferenz durch die Beteiligten selbst erfolgt. Im Gegensatz zu auf Konferenzen üblichen Powerpoint-Präsentationen nutzen die Beschäftigten dabei das gesamte Repertoire an Möglichkeiten, um Ihr Projekt zu vorzustellen: Rollen- und Theaterspiele, Filmbeiträge, Gesang oder Interviews … alles war als Gestaltungsmittel vertreten. |
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Dies war nicht nur außerordentlich anschaulich und kurzweilig sondern bewies darüber hinaus, wie viel nachhaltige Informationen in nur 20 Minuten vermittelt werden können.
Es ist auch diese Art der Präsentation, die den Prima-Wettbewerb so besonders macht. So einzigartig, dass die Duisburger Teilnehmer des Vorjahres eine Aktion starteten, um alle Beschäftigten die Teilnahme am Wettbewerb schmackhaft zu machen und sie von der Idee von Prima zu überzeugen: Denn in dem Wettbewerb geht es nicht nur um die Ergebnisse, sondern darum, wie diese erreicht werden konnten. Es sollen Beispiele gegeben werden, wie Beschäftigte durch Initiative und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu besseren Lösungen in ihren Unternehmen kommen konnten. Bessere Lösungen beziehen sich dabei auf verschiedene Themen wie Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit, aber auch Verbesserung der Zusammenarbeit.
Als besonderen Gast der diesjährigen Jahreskonferenz begrüßte Prima-Verwaltungsrat Karl-Heinz Faust (DSW 21) ein Team der belgischen regionalen ÖPNV-Gesellschaft TEC. Die TEC war Preisträger der französischen Partnerorganisation ADEFIPE im Vorjahr. Sie präsentierte eine Maßnahme von Beschäftigten der Buswerkstätten und des Fahrdienstes. Beide Mitarbeitergruppen litten unter der großen Anzahl von eingesetzten Fahrzeugtypen, mit unterschiedlichen Anfälligkeiten und Störungsbeseitigungsverfahren. Um dieses zu optimieren gestalteten Beschäftigte aus beiden Gruppen gemeinsam Typenblätter für alle Fahrzeuge, in denen die häufigsten Störungen beschrieben und schnelle Hilfsmittel angegeben wurden. In der Folge konnten die Fahrausfälle deutlich reduziert werden.
Karlheinz Faust (DSW 21) beglückwünschte alle Teilnehmer der Konferenz zu Ihren Leistungen und vertrat die Hoffnung, dass sich die Teams mit ihren Ideen gegenseitig befruchten. Für ihn stellte diese Innovationsfähigkeit und die über das eigene Unternehmen hinausgehende Kooperationsfähigkeit einen Schlüsselfaktor für den Erfolg der deutschen Nahverkehrsunternehmen dar. |
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Nähere Informationen zu den vorgestellten Projekten sowie den Bedingungen zur Mitarbeit sind über das PRIMA-Projektbüro, c/o Bremer Straßenbahn AG, 28199 Bremen ab etwa Ende Juni zu erhalten. Dort sind auch die Dokumentationen der Jahre 2002 bis 2006 erhältlich. |
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